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«Clariant Palette» Janvary 2000 Kupavna: Mutterchen Russlands quicklebendige Tochter. Die Textilfirma "Kupavna" ist der alteste noch bestehende Betrieb Russlands. 1745 kaufte der Moskauer Grosskaufmann Danila Jakowlewitsch Sems-koi die Siedlung Kupavna in einem Vorort Moskaus und verlegte seine Seidenfabrik dorthin. Die weitere Geschichte des Unternehmens liest sich als Langsschnitt durch die Geschichte Russlands. 1784 -1789 im Besitz des Fursten Potemkin, wurde der Betrieb von Zar Alexander I. beschlagnahmt und 1803 dem Fursten N.B. Jusupow als Erbeigentum ubergeben. Produziert wurden Dekorund Seidengewebe, Atlas und Spitzen, vor allem aber Samt. 1819 erhielt Furst Jusupow die Genehmigung, die Halfte der Webstuhle fur die Wollweberei umzurusten. 1823 hatte er 50'000 Arschin (0.71 Laufmeter). Wolltuch fur die Armee zu liefern. 1834 verkaufte er die Fabrik an die Wolltuch spezialisten Peter und Ilja Babkin. Diese stellten 1842 die Produktion von Seidengeweben ein; das Kupavna-Feintuch wurde mit Erfolg exportiert, unter anderem nach China. Zur Finanzierung der Betriebsvergrosserung wurde 1875 eine Beteiligungsgenossenschaft gegrundet, deren Kapital bis auf 2 Millionen Rubel erhoht wurde. Um 1900 waren in der Fabrik uber 1'200 Arbeiter beschaftigt. Die Produktion umfasste Militartextilien und "Stadtgewebe" (Flanell, Flausch, Gewebe fur Billardtische usw.). Die Armee war der bedeutendste Abnehmer. 1919 wurde die Fabrik verstaatlicht, aber im Gegensatz zu anderen Unternehmen nicht stillgelegt. Sie stellte weiterhin vor allem Uniformtuche und technische Wolltuche her und wurde wahrend der Sowjetzeit mehrfach ausgezeichnet. 1992 wurde der Betrieb, dessen Gewebe die "Woolmark", das Qualitatszeichen des internationalen Woll-Sekretariats tragen durfen, als Aktiengesellschaft "AO Texlilfirma Kupavna" privatisiert. Heute ist sie in modischen Kleiderstoffen fuhrend. Die Textilfirma "Kupavna" ist der alteste noch bestehende Betrieb Russlands. 1745 kaufte der Moskauer Grosskaufmann Danila Jakowlewitsch Sems-koi die Siedlung Kupavna in einem Vorort Moskaus und verlegte seine Seidenfabrik dorthin. Die weitere Geschichte des Unternehmens liest sich als Langsschnitt durch die Geschichte Russlands. 1784 -1789 im Besitz des Fursten Potemkin, wurde der Betrieb von Zar Alexander I. beschlagnahmt und 1803 dem Fursten N.B. Jusupow als Erbeigentum ubergeben. Produziert wurden Dekorund Seidengewebe, Atlas und Spitzen, vor allem aber Samt. 1819 erhielt Furst Jusupow die Genehmigung, die Halfte der Webstuhle fur die Wollweberei umzurusten. 1823 hatte er 50'000 Arschin (0.71 Laufmeter). Wolltuch fur die Armee zu liefern. 1834 verkaufte er die Fabrik an die Wolltuch spezialisten Peter und Ilja Babkin. Diese stellten 1842 die Produktion von Seidengeweben ein; das Kupavna-Feintuch wurde mit Erfolg exportiert, unter anderem nach China. Zur Finanzierung der Betriebsvergrosserung wurde 1875 eine Beteiligungsgenossenschaft gegrundet, deren Kapital bis auf 2 Millionen Rubel erhoht wurde. Um 1900 waren in der Fabrik uber 1'200 Arbeiter beschaftigt. Die Produktion umfasste Militartextilien und "Stadtgewebe" (Flanell, Flausch, Gewebe fur Billardtische usw.). Die Armee war der bedeutendste Abnehmer. 1919 wurde die Fabrik verstaatlicht, aber im Gegensatz zu anderen Unternehmen nicht stillgelegt. Sie stellte weiterhin vor allem Uniformtuche und technische Wolltuche her und wurde wahrend der Sowjetzeit mehrfach ausgezeichnet. 1992 wurde der Betrieb, dessen Gewebe die "Woolmark", das Qualitatszeichen des internationalen Woll-Sekretariats tragen durfen, als Aktiengesellschaft "AO Texlilfirma Kupavna" privatisiert. Heute ist sie in modischen Kleiderstoffen fuhrend. Karl Bauer |
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